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Wilderei-Forensik: Notwehr oder Mord? Wie unser Tiger-Experte Wilderer hinter Gitter bringt

Pavel Fomenko © WWF Russia

Wer wildert oder mit bedrohten Arten handelt, muss in Russland inzwischen mit empfindlichen Strafen rechnen. Den WWF-Empfehlungen folgend, hat das Land 2013 die entsprechenden Gesetze massiv verschärft. Dadurch ist der Amur-Tiger jetzt besser geschützt. Theoretisch. Denn die Vorschriften müssen nun auch angewandt und durchgesetzt werden. Dabei hilft der WWF Tiger-Experte Pavel Fomenko. Er hat forensische Methoden entwickelt, die Wilderer überführen. Wenn jemand behauptet, er habe einen Tiger lediglich aus Notwehr getötet, kann Fomenko dieser Aussage gegebenenfalls ein fundiertes Gutachten entgegenstellen.    

Lies die ganze Geschichte der "CSI Wladiwostok":    

CSI Wladiwostok: Tigerschutz in Russland

 

Tigerschutz muss sich manchmal ungewöhnlicher Methoden bedienen. In Sibirien etwa der Forensik, um heraus zu finden: Handelt es sich um Notwehr oder Wilderei?

 

Ganz schön dreist. Die Polizei findet Tigerteile im Kofferraum, aber der Fahrer behauptet: „Das ist nicht mein Tiger“ – und es folgt keine Bestrafung. Dank einer Lücke im Strafgesetzbuch konnten sich Schmuggler in Russland bis 2013 so herausreden. Dann aber wurden auch der Besitz und der Transport von besonders geschützten Arten unter Strafe gestellt. Seither gibt es kaum noch Ausreden. Bis auf eine: Ein Tiger darf in Notwehr getötet werden. In der Amur-Region ist eine Begegnung zwischen Mensch und Tiger zwar extrem selten, aber sie kommt mehrmals im Jahr vor. Manchmal wird ein Tiger dabei erschossen oder verletzt.

 

Ein angeschossener Tiger wird schnell zum Problemfall für Haustiere – und damit für den Menschen.

 

Forensik gegen Wilderer

 

Lässt sich feststellen, ob ein Tiger in Notwehr oder mit Vorsatz getötet wurde? Durchaus. Dank forensischer Methoden, die bei einer Obduktion zur Anwendung kommen. Der WWF-Tigerexperte Pavel Fomenko hat solche Methoden entwickelt. Zum Beispiel gibt die Richtung des Schusskanals Auskunft darüber, ob der Tiger tatsächlich bei einem Angriff erschossen wurde oder nicht. Verletzungen können Hinweise darauf sein, dass es sich tatsächlich um einen Problemtiger handelte, der nicht mehr fit genug dafür war, Wildtiere zu reißen.

 

Inzwischen hat der WWF Russland ein Labor für solche Untersuchungen eingerichtet, in dem Pavel Formeko Tierärzte unterrichtet. Das Ergebnis sind Gutachten, die von Gerichten bei Verfahren gegen mutmaßliche Wilderer verwendet werden können.

Informationsveranstaltungen

 

Bewiesen: Aufklärung rottet Wilderei aus

 

Über 70 Prozent weniger Wilderei – das ist der Erfolg einer Umweltbildungsinitiative in den Dörfern rund um drei Nationalparks in Thailand. An dem wissenschaftlich begleiteten Projekt zeigt sich, dass die Einbindung der lokalen Bevölkerung einen großen positiven Einfluss im Kampf gegen Wilderei hat. Wer in seinem Dorf mit Ablehnung rechnen muss, weil er Tiger tötet, überlegt es sich häufig anders. Damit sich die Tigerpopulation weiter erholt, brauchen wir mehr von diesen Projekten. Auch in anderen Gebieten in Südostasien. Wir haben bewiesen, dass es geht. Jetzt brauchen wir die Unterstützung aus Deutschland, um das erfolgreiche Projekt fortzuführen und auszubauen. Hilf uns dabei, indem du deine Freunde zu Freunden des Tigers machst.
 
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JAugust 2018

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