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Einzigartige Geschichten warten auf dich

Entdecke Menschen, erlebe ihre Stories und finde deinen Traumjob. 

https://www.whatchado.com/de/

„Whatchado“ ist ein Onlineportal, auf dem sich Berufstätige und Arbeit gebende Firmen in Video-Interviews vorstellen können. Das Ergebnis ist nicht steif und förmlich – sondern eine beeindruckende Sammlung interessanter Storys. 

 

Mitgründer Ali Mahlodji erklärt im Interview das Konzept.

 

Ganz schön poetisch:  Das „Handbuch der Lebensgeschichten“, so nennt sich „Whatchado“ gerne selbst. Auf der Online-Plattform geben Menschen in Videointerviews persönliche Einblicke in ihren Beruf und Werdegang.

 

In den Gesprächen beantworten sie alle, ob Arbeitnehmer, Selbständige und Politiker, die selben sieben Fragen, wie zum Beispiel: „Wie ist dein Werdegang?“, „Worum geht es in deinem Beruf?“  oder auch „Was wären drei Ratschläge an dein 14-jähriges Ich?“. Auch Unternehmen haben die Möglichkeit, sich auf Whatchado zu präsentieren, allerdings nicht mit den üblichen Imagevideos oder Hochglanzfotos, sondern ebenfalls in Form von Interviews, die mit Mitarbeitern über ihren Job geführt werden.

 

Das Konzept verhilft Arbeitsuchenden tatsächlich zu mehr Orientierung und realistischen Einschätzungen.  

 

Im Interview mit XING spielraum erklärt Mitgründer Ali Mahlodji das Erfolgsrezept von Whatchado, das untrennbar mit seinem eigenen Werdegang verbunden ist.

 

Whatchado-Mitgründer Ali Mahlodji: "Mein Kindheitstraum ist wahr geworden." (Foto: Whatchado.com)

Whatchado-Mitgründer Ali Mahlodji: „Mein Kindheitstraum ist wahr geworden.“ (Foto: Whatchado.com)

 

XING Spielraum: Herr Mahlodji, Ihre Video-Plattform „Watchado“ ist nun bereits seit vier Jahren online. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?

 

Ali Mahlodji: Seit Januar 2012 sind wir online und erreichen schon mehr als eine Million User. Wir haben 44 Mitarbeiter. Jeden Monat kommen 100 bis 130 Videos von Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen, die über ihren Job erzählen, dazu. Wir sind etwa zwanzigmal mit Innovations- und Onlinekommunikationspreisen ausgezeichnet worden. Watchado ist eine coole Sache. Wir haben mit unserer Orientierungsplattform ein Konzept entwickelt, das die Welt verändern wird.

 

Mein Kindheitstraum ist wahr geworden. Ich hatte mir immer so etwas gewünscht, wie wir es als Kinder hatten: diese Bücher, in denen alle dieselben Fragen nach ihren Hobbys und Zukunftswünsche beantworteten. So etwas für den Arbeitsmarkt, eine Art Handbuch der Jobmöglichkeiten und Lebensläufe. Jeder erzählt von seiner Ausbildung, der Arbeit, den Highlights und das, was auch mal nervt. Genau das hat mir damals gefehlt, nachdem ich die Schule kurz vor dem Abschluss abgebrochen hatte, nachdem ich in rund 40 verschiedenen Jobs tätig war. Zwischendurch hatte ich ein tolles Auto, eine Visitenkarte mit dem Titel „Global Engagement Manager“ – aber mir fehlte einfach etwas.

 

Schließlich arbeitete ich als Lehrer und viele meiner Schüler stellten sich dieselben Fragen wie ich damals. Sie hatten kaum eine Ahnung, was sie nach dem Abschluss machen sollten, und welche Berufe es überhaupt alles gibt. Trotz Internet, trotz sozialer Medien. Also griffen wir die Idee von damals auf und entwickelten Whatchado.

 

Watchado will mit kurzen Filmen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf „ehrliche Art“ vorstellen und zusammenbringen. Warum geht das mit bewegten Bildern besonders gut?

 

Ali Mahlodji: Niemand kann sich sehr lange verstellen. Wir merken an der Körperhaltung und an der Stimme, ob jemand authentisch ist. Außerdem sind unsere Mitarbeiter, die die Interviews führen so geschult, dass sie ganz viele Dinge hören und rechtzeitig eingreifen. Es mag in der „alten Welt“ schwer gewesen sein, über Einschränkung im Beruf zu sprechen. Aber nur wenn auch ehrlich über Nachteile gesprochen wird, vermeiden Arbeitgeber, dass sich potenzielle Mitarbeiter mit falschen Vorstellungen bei ihnen melden. Am Anfang war es natürlich schwieriger, doch jetzt sind es über 5000 Menschen und Vorbilder auf unserer Plattform.

Außerdem ermöglicht es das Whatchado „Matching“ Unternehmen, von Usern entdeckt und überhaupt erstmal als möglicher Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dieses „Matching“ führt User zu Mitarbeitervideos, die zu ihnen passen könnten, oder auf Arbeitgeberseiten, auf denen sich Unternehmen vorstellen und beschreiben.

 

Ihre Kunden auf Unternehmensseite sind ganz vielfältig – von der Polizei Berlin über Berateragenturen von Ernest & Young bis hin zu Großkonzernen wie Microsoft. Wie schwer tun die sich mit der ehrlichen Selbstdarstellung?

 

Ali Mahlodji: Gar nicht mehr so schwer. Sie haben dazu gelernt. Denn, wie gesagt, man merkt es im Video anhand der Körpersprache und der Stimme, wann jemand unehrlich ist. Das will kein Unternehmen, und immer mehr Mitarbeiter der Kommunikationsabteilungen sprechen sich für Natürlichkeit aus. Es müssen nicht alle superglücklich und happy an ihrem Arbeitsplatz sein. Allerdings würde uns auch keiner, der seinen Job hasst, ein Interview geben.

 

Whatchado-Portal (Screenshot): eine Sammlung spannender Lebensgeschichten

Whatchado-Portal (Screenshot): eine Sammlung spannender Lebensgeschichten

 

Insgesamt gibt es mittlerweile schon 5000 „Stories“ auf Watchado, welche Geschichte ist Ihr Favorit?

 

Ali Mahlodji: Ich habe tatsächlich einen Favoriten. Das ist der U-Bahnfahrer Patrick Cerny. Der hat mich fasziniert. Denn selbst diejenigen, die immer mit der U-Bahn fahren, können sich meist nicht vorstellen, dass das ein toller Job ist. Doch wenn Cerny erzählt, warum er diesen Job macht, den schon sein Vater und Großvater ausübten, und das er genau das machen will – das ist überzeugend. Er kann eben die ganze Stadt bewegen mit seiner U-Bahn. Unser Team war baff.

 

Sie fragen Ihre Interviewpartner nach dem wichtigsten Ratschlag, den sie je erhalten haben. Welcher ist denn Ihrer?

 

Ali Mahlodji: Ein wichtiger Hinweis kam von einem meiner Chefs, Reinhard Töglhofer, damals Geschäftsführer von „Sun Microsystems Österreich“: „Versuche im Leben alles zu erreichen, aber nutze keine Ellbogen. Alles kommt zu dir zurück.“ Das war und ist für mich wertvoll und richtig. Außerdem weiß ich nur, wenn ich mich daran halte, dass ich es selber geschafft habe. Auf faire Weise. Ein weiterer ist: Es gibt viele Regeln, die keinen Sinn machen. Breche jede Regel, an die du nicht glaubst, aber nicht die Gesetze. Nur dann entstehen neue Dinge.

 

Sie selbst haben einen sehr turbulenten Lebenslauf, haben über 40 unterschiedliche Jobs gehabt. Wie groß ist ihr Wunsch, mal wieder was Neues zu machen?

 

Ali Mahlodji: Veränderung ist immer wichtig. Nicht nur, wenn etwas schlecht ist. Aber ich bin beruflich angekommen seit vier Jahren. Ich kann nicht sagen, was kommen wird, aber es wird mit Whatchado verknüpft sein. Ich kümmere mich bereits weniger um das operative Geschäft, sondern mehr um das Außenbild. Wir beschäftigen uns nicht nur mit der Plattform, sondern mit Programmen an Schulen und mit interaktiven Vorträgen. Es wird auf jeden Fall noch viel passieren.

 

Das Interview führte Silja Schriever

 

Zur Person:

Ali Mahlodji, 1981 geboren, ist Wiener mit persischen Wurzeln. Wie viele Kinder seines Alters, war auch er mit 14 Jahren ziemlich orientierungslos und hatte die Idee für ein Buch, in dem Menschen aus der ganzen Welt über ihr Leben erzählen. Weil er stotterte und Angst vor der Abschlussprüfung hatte, brach er die Schule sechs Monate vor dem Abschluss ab und jobbte in über 40 verschiedenen Jobs – vom Bauarbeiter über Apothekenaushilfe und internationalem Management Consultant in US und DAX- Konzernen – bevor er nach einem Burnout beschloss, einen „sinngebenden Job“ zu suchen und Lehrer wurde. Als er sah, dass Orientierungslosigkeit immer noch großes Problem für die Jugend war, beschloss er 2010, seine Kindheitsidee, ein „Handbuch der Lebensgeschichten“ zusammenzustellen, umzusetzen. „Whatchado“ war geboren.

 

Quelle: xing.news und "Whatchado"

JAugust 2018

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