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Der Arbeitsunfall, der mein Leben völlig auf den Kopf stellte

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

vor vier Jahren erlitt ich einen folgenschweren Arbeitsunfall, der mein Leben völlig auf den Kopf stellte. Ich war damals 30 und überglücklich, als Flugbegleiterin ausgewählt worden zu sein. Doch mein Traum vom Fliegen platzte an diesem Tag, denn ich hatte vergiftete Kabinenluft eingeatmet. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Schadstoffe über die Triebwerke in das Innere gelangen können. Noch heute leide ich an den Folgen. 

Das Schlimmste in der Zeit nach dem Unfall waren für mich die traurigen Augen meiner Tochter, in die ich blickte, wenn ich an schlechten Tagen sagen musste:

„Nein, Mama kann Dich heute nicht in den Kindergarten bringen.”
„Nein, Mama kann heute nicht mit Dir auf den Spielplatz gehen."
„Nein, Mama kann Dich nicht auf den Arm nehmen."

Das bereitete mir mehr Kummer als die Woche im Krankenhaus mit den schweren Vergiftungserscheinungen, die Hilflosigkeit der Ärzte, die Zusammenhänge zu erkennen und die Ignoranz der Berufsgenossenschaft, den Arbeitsunfall als solchen anzuerkennen. 

Meine Vorgesetzten schickten mir sogar eine Abmahnung für meine öffentlichen Äußerungen im Zusammenhang mit meinem Unfall.

Doch es gab Hoffnung, als ich drei Jahre später die arbeitsmedizinische Ambulanz an der Universität Göttingen aufsuchte. Ich hatte glücklicherweise nach dem Vorfall Blut- und Urinproben gesichert, die dort untersucht wurden. Man konnte mir dort genau sagen, welche giftigen Stoffe ich eingeatmet hatte. Endlich bekam ich Gewissheit. Ich lernte in der Zwischenzeit viele betroffene Passagiere, Flugbegleiter/innen und Pilot/innen kennen, denen Ähnliches widerfahren war. 

Die Uni richtete wenig später sogar eine in Deutschland einzigartige Ambulanz für Kabinenluftgeschädigte ein. Doch ihre Existenz steht nun auf dem Spiel.

Gemeinsam mit anderen Betroffenen und mit Rückenwind von Verdi und der Vereinigung Cockpit kämpfen wir dafür, dass die einzige neutrale Anlaufstelle in Deutschland erhalten bleibt.

bitte unterzeichnen auch Sie unsere Petition an den Dekan der Uni Göttingen. Über 38.000 Menschen haben bereits unterschrieben.

Ich danke Ihnen von Herzen, denn fast täglich kommen neue Betroffene hinzu, die eine neutrale und kompetente Anlaufstelle brauchen. Wir haben jetzt gemeinsam die Chance, sie zu unterstützen!

Daniela Israel

JAugust 2018

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