my-fav-report Ein Magazin wie kein anderes
my-fav-report Ein Magazin wie kein anderes

Amnesty International: Kinderarbeit auf Palmöl-Plantagen. Nestlé, Kellogg’s, Unilever, Procter & Gamble und andere würden Palmöl beziehen, für das Menschenrechts-verletzungen in Kauf genommen werden.

Foto: Youtube / Amnesty International

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen Konzerne aus der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie: Nestlé, Kellogg’s, Unilever, Procter & Gamble und andere würden Palmöl beziehen, für das Menschenrechtsverletzungen in Kauf genommen werden.

 

Amnesty International hat für den Bericht „The great palm oil scandal: Labour abuses behind big brand names“ die Arbeitsbedingungen auf Palmöl-Plantagen in Indonesien untersucht. Die Menschenrechtsorganisation sprach dazu nach eigenen Angaben mit 120 Arbeitern auf Plantagen von zwei Tochterfirmen des Palmöl-Produzenten Wilmar und drei Zulieferern auf Kalimantan und Sumatra. Zu Wilmars wichtigsten Kunden gehören laut Amnesty die Konzerne AFAMSA, ADM, Colgate-Palmolive, Elevance, Kellogg’s, Nestlé, Procter & Gamble, Reckitt Benckiser und Unilever.

 

Amnesty hat eine ganze Reihe von Menschenrechtsverletzungen auf den Palmöl-Plantagen festgestellt:

  • Frauen wird gedroht, ihr Lohn werde unter das gesetzliche Minimum gekürzt, wenn sie keine Überstunden leisten. In extremen Fällen erhalten die Frauen nur 2,50 US-Dollar am Tag.
  • Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren müssen gefährliche Arbeiten leisten. Einige gehen nicht mehr zur Schule, da sie ihren Eltern auf den Plantagen helfen müssen, überzogene Zielvorgaben des Arbeitsgebers zu erfüllen.
  • Die Arbeiter sind dem hochgiftigen Unkrautvernichtungsmittel Paraquat ausgesetzt und leiden unter schweren Gesundheitsschäden. In der EU ist der Einsatz von Paraquat verboten.

 Kritik an „nachhaltigem“ Palmöl

 

„Der Amnesty-Bericht zeigt, dass global agierende Unternehmen wie Nestlé, Kellogg’s oder Colgate-Palmolive weit davon entfernt sind, bei ihren Lieferketten tatsächlich Verantwortung für Menschenrechte zu übernehmen“, sagt Verena Haan, Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International in Deutschland.

Auch den „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ kritisiert Amnesty. In der Initiative engagieren sich zahlreiche Unternehmen aus der Palmölbranche gemeinsam mit NGOs für nachhaltigeres Palmöl. „Zertifizierungen durch den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) reichen nicht aus, um sicherzugehen, dass Menschenrechte auch wirklich eingehalten werden. Der RSPO hat Plantagen als nachhaltig zertifiziert, auf denen Kinder Schwerstarbeit leisten müssen und Arbeiter giftigen Chemikalien ausgesetzt sind.“

 

Auf solche Zertifikate sollten sich Verbraucher laut Amnesty darum nicht verlassen. Wichtig sei deshalb, dass Staaten Unternehmen gesetzlich dazu anhalten, ihren Sorgfaltspflichten nach den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nachzukommen und transparent darüber zu berichten.

 

Amnesty- Video zum Palmölbericht

Weiterhin kritisiert Amnesty: „Keines der Unternehmen hat Amnesty erklären können, weshalb sie die Menschenrechtsverletzungen auf den Palmöl-Plantagen nicht erkannt und verhindert haben. Dabei sind die Palmöl-Lieferketten meist kurz und wenig kompliziert. Viele der genannten Unternehmen beziehen ihr Palmöl von Raffinerien, die unmittelbar mit den menschenrechtlich umstrittenen Plantagen zusammenarbeiten“, so Haan.

Amnesty fordert die Staaten, in denen die Palmöl importierenden Konzerne ihren Sitz haben, dazu auf, wirksame Maßnahmen gegen die Menschenrechtsverletzungen auf den Plantagen zu ergreifen.

Quelle: utopia news

JAugust 2018

aktuelle Besucherzahl:

Hättest Du das von   my-fav-report gedacht?

Vom 12. April 2016 bis 30. Dezember  2018 besuchten uns

180.354  Leser

Zitat des Tages
„Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.“
Georg Christoph Lichtenberg
Physiker, Schriftsteller, Satiriker
 Mitgliedsnummer  103046

Das Schlimmste, was Dir passieren kann, ist an einen Menschen zu geraten, der durch seinen Egoismus andere Menschen verletzt, verarscht und kaputt macht, sich dabei gut fühlt und sich keiner Schuld bewußt ist - Menschen dieser Art, kann man nur wünschen, dass sie an einen noch egoistischeren Menschen kommen, um das zu erfahren, was sie anderen damit antun.

Mitgliedsnummer:

103046

my- fav-report  

Das Internet-Magazin

Ein Magazin wie kein anderes

Wenn sich eine Rechtsprechung entwickelt, die nichts mehr zu tun hat mit den moralischen Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger, dann verliert die Justiz ihren Anspruch Urteile “Im Namen des Volkes” zu sprechen.

Klicken Sie auf das Logo und Sie kommen auf die Originalseiten

my-fav-report 

Allgäustr. 15 A

88138 Sigmarszell

Rufen Sie einfach an:

08388 - 8709907 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Mitgliedsnummer:

103046

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Freier Autoren Verlag